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Die Bene Tleilax oder auch kurz Tleilaxu sind Meister der Manipulation des menschlichen Erbguts. Sie liefern menschliche Ersatzteile, Organe und Medikamente aller Art. Sie klonen, je nach Bedarf, Menschen mit spezifischen Eigenschaften, von Liebessklaven über Mentaten bis hin zu Attentätern. Im Interesse ihrer politischen Ziele erzeugen sie Gestaltwandler, die kaum noch von anderen erkannt werden können. Der tausendfach reproduzierte Duncan Idaho ist ihr steter Beweis, aus den Zellen eines Toten nicht nur einen Ghola, sondern einen vollwertigen Menschen mit all seinen Originalerinnerungen erschaffen zu können. Dieses Wissen nutzen die Bene Tleilax, um ihrer Führungsriege partielle Unsterblichkeit zu verleihen. Wie die Bene Gesserit haben sie so einen Weg gefunden, Wissen und Erfahrung mehrerer Menschenleben in einer Person zu konzentrieren.

Weitere Einzelheiten Bearbeiten

Wegen genozidartiger Verbrechen während Butlers Djihad (sie schlachteten gefangene Sklaven und Bürger der Liga für Organ-Lieferungen massenhaft aus) führen sie das Leben von Ausgestoßenen. Sie haben keinen Sitz im Landsraad und keine Adelstitel.

Die Tleilaxu sind streng religiöse Anhänger einer geheimen Zensunni-Lehre; eine Mischung aus Zen-Buddhismus und sunnitischem Sufismus. Sie glauben dass sie und nur sie Gottes erwähltes Volk seien und bezeichnen ihren Machtbereich als Yaghist, das Land derer, die niemand beherrscht. Die religiöse Praxis der Tleilaxu ist von strengen Tabus und geheimen Riten geprägt. Sie benutzen eine „Islamiyat“ genannte Sprache. Nach jedem Kontakt mit den „Powindah“ müssen sich selbst die Tleilaxu-Meister einem Reinigungsritual unterziehen, bevor sie wieder am „Kehl“, den Versammlungen der Masheikh, teilnehmen dürfen.

Die anderen Völker des Imperiums halten die Bene Tleilax allerdings für amoralisch und verkommen. Mit diesem Ruf tarnen sie ihre tiefe Gläubigkeit vor den „Powindah“ („Ungläubigen“), die es zu bekehren oder zu vernichten gilt

Die Tleilaxu sind stark hierarchisch und arbeitsteilig organisiert. Geführt werden sie von einer kleinen Gruppe von „Masheikh“ genannten Meistern, die in der Tleilaxu-Hauptstadt Bandalong residiert. Darunter steht eine „Domel“ genannte Arbeiterschicht und die Gruppe der rein auf Funktionalität gezüchteten „Gestaltwandler“ (im Original „Facedancer“).

Neben ihrer Religiosität hat die Tleilaxugesellschaft zwei weitere Geheimnisse; dass um ihre Frauen (in der Öffentlichkeit gibt es sie nicht) und das der Axolotl-Tanks, jene biotechnischen Apparaturen in denen ihre fortgeschrittene Gentechnologie produziert wird. Wie beides miteinander zusammenhängt und die Frauen in ebendiese Tanks umgewandelt werden, wird erst in den letzten Bänden von Dune öffentlich.

Das Erscheinungsbild der Tleilaxu-Meister unterscheidet sich von der Mehrzahl anderer Menschen. Sie sind klein, haben spitze Zähne und eine undefinierbare metallisch-graue Haut die sie vor jedweder Scannertechnologie abschirmt.

Melange spielt bei den Tleilaxu keine Rolle. Sie versuchen allerdings Melange synthetisch herzustellen, um das Gewürzmonopol von Arrakis zu brechen. Nachdem sie zunächst an der Komplexität des Moleküls gescheitert sind, gelingt es ihnen, zwischen dem vierten und fünften Band.

Im letzten der klassischen Bände wurden alle Planeten der Tleilaxu von den Geehrten Matres vernichtet. Nur ein Tleilaxu-Masheikh lebt noch in Schutzhaft der Bene Gesserit auf dem Ordensburgplaneten. Er trägt die genetischen Codes seines gesamtes Volk in einer Nichtkapsel verborgen im Körper.

Hintergründe Bearbeiten

Siehe auch Bearbeiten

Belege und Anmerkungen Bearbeiten

  1. siehe auch unter Wikipedia:de:Emperor: Schlacht um Dune, u.a. mit ‚Tleilaxu‘, oder auch im englischsprachigen Schwesterwiki, unter en:Emperor: Battle for Dune